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In Hamburg findet ihr über 300 Kirchen, Moscheen und Tempel – eine schöner als die andere. Zu den besonderen Kirchen gehört eine schwimmende Kirche im Hafen – die blau-weiße Flussschifferkirche. Wer von euch an einem Gottesdienst der Hamburger Art teilnehmen möchte, ist bei ihr richtig.

Die Kirche, die zu den Menschen kommt

Wir schreiben das Jahr 1870, als die Binnenschifferseelsorge „geboren“ wurde. Die Idee hierzu hatte Johann Hinrich Wichern († 7. April 1881), seines Zeichens Pfarrer, Lehrer und Gefängnisreformer.

Seine Idee war: „Wenn die Menschen nicht zur Kirche kommen können, muss die Kirche zu den Menschen gehen“. Daraus entstanden die Flussschifferkirche und die Barkasse, benannt nach Johann Hinrich Wichern.

Wie ihr bestimmt wisst, herrscht im Hafen viel Trubel, weil täglich viele Schiffe zu Besuch kommen. Manche von ihnen dampfen nach dem Entladen den Hafen nicht sofort wieder, sondern machen (in bestimmten Arealen des Hafens) Halt.

Ein bis zwei Mal in der Woche macht sich die Johann-Hinrich-Wichern-Barkasse mit auf den Weg, um Hamburger Gäste zu besuchen. Die Binnenschiffseelsorger plauschen, bringen Proviant und Lesestoff mit. Wichtig bei ihrer Arbeit ist, den Flussschiffern die Last des Alltags zu nehmen. Sie können ihr Herz ausschütten und von ihren Sorgen erzählen.

Die Geschichte der „Flusi“

Die 26 Meter lange Flussschifferkirche entstand aus einem 1906 gebauten Frachtkahn, welcher bis in die 1930’er Jahre aktiv war. In den Jahren des Nationalsozialismus (1933 bis 1945) wurde er im Krieg eingesetzt, was ihm sehr schadete. Zunächst befand er sich in Bremerhaven, bis sich Curt Erler ihm annahm. Der Architekt, baute ihn 1952 in die Flussschifferkirche um, so wie wir sie heute kennen. Am 7. Dezember des selbem Jahres wurde sie geweiht. Seit 1961 freut sich die selbstständige Gemeinde über eine Pfeifenorgel und seit Mai 2010 über das Ankerkreuz auf dem Dach.

130 Menschen können jeden Sonntag zum Gottesdienst kommen, sich auf den Stühlen niederlassen und die besondere Atmosphäre der schwimmenden Kirche genießen. Die Veranstaltungen (von Taufen bis Vorlesungen) leiten ehrenamtlichen Pastoren und Diakonen.

Die Idee der Flussschifferkirche ist nicht so jung, wie es scheint: Schiffsprediger gab es bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts, die sich auf den Weg machten, um den Seeleuten Gott näher zu bringen. Weil diese den Wunsch nach einem echten Gottesdienst verspürten, entstand das Amt des Seemannspastors. 1747 folgte die erste schwimmende Kirche.

Eindrücke von der Flussschifferkirche

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Das bietet euch die Flussschifferkirche

  • Platz für 130 Per­so­nen
  • Altar
  • Kanzel
  • Orgel
  • Taufen
  • Konfirmationen
  • Hochzeiten
  • Konzerte
  • Lesungen
  • Vorträge

Taufen, Hochzeiten, Veranstaltungen

Da es sich bei der Flussschifferkirche um eine richtige Kirche und Gemeinde handelt, finden dort auch Taufen statt. Ebenso könnt ihr dort heiraten oder euren silberne oder goldene Hochzeit mit einer Segenshandlung feiern. Plant ihr eine besondere Veranstaltung, wendet euch einfach an das Kirchenbüro der Flussschifferkirche.

Flussschifferkirche: alle Informationen

Adresse


Flussschifferkirche
Hohe Brücke 2
20459 Hamburg

Telefon: +49 (40) 78 36 88
E-Mail: info@flussschifferkirche.de
Internetseite der Flussschifferkirche

Kirchenbüro Öffnungszeiten:

Montag, Donnerstag und Freitag von 9.30 bis 13.30 Uhr

Gottesdienste

Jeden Sonntag um 15 Uhr

  • 1. Sonntag im Monat: Abendmahl
  • 2. Sonntag im Monat: kein spezielles Thema
  • 3. Sonntag im Monat: ausgerichtet von der Brüder- und Schwesternschaft des es Rauhen Hauses
  • 4. Sonntag im Monat: Gottesdienst auf plattdeutsch
  • 5. Sonntag (sofern vorhanden) im Monat: Literaturthema

Anreise

Öffis: Mit dem 6er-Bus fahrt ihr bis „Auf dem Sande (Speicherstadt)“ – von da aus sind es 5 Gehminuten bis zur Flussschifferkirche. Alternativ nehmt ihr die U3 und fahrt bis „Rödingsmarkt“ und geht 9 Minuten zu Fuß.
Auto: Gebt in euer Navi „Hohe Brücke 2“ ein – Parkplätze sind allerdings rar und meistens kostenpflichtig (2 bis 7,50 €/Stunde).