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Erinnerungen an eine traurige Zeit

Die Kriege haben auch in Hamburg ihre deutlichen Spuren und Narben hinterlassen. An diese dunkle Zeit erinnern vielerorts Denkmäler, um zu ermahnen und an die Soldaten und ihre Angehörigen zu erinnern. Ein solches Kriegerdenkmal befindet sich am Dammtordamm.

Denkmal am ehemaligen Stadttor

Der denkmalgeschützte Dammtor-Bahnhof ist Ausgangspunkt zu zahlreichen Ausflugszielen in Hamburg und dem Rest der Welt sowie Sehenswürdigkeit in einem. Er selbst war eins unserer sechs Stadttore, die sich innerhalb der Wallanlagen (Bau 1616 bis 1625) befanden.

Seit 1934 findest du dort ein sieben Meter hohes Kriegerdenkmal aus Muschelkalk, welches viele Blicke auf sich zieht. Der große „Block“ zeigt 88 in Stein gehauene bewaffnete und lebensgroßen Soldaten, die einmal rundherum marschieren. Über ihren Köpfen steht in steiniger Schrift: „Deutschland muss leben – und wenn wir sterben müssen„. Im Gegensatz zum heutige Eindruck wurde das Kriegerdenkmal am Dammtordamm nicht als Erinnerung der Toten gebaut, sondern während der Vorbereitung auf einen Krieg.

Diese erschütternde Mahnschrift entstammt „Soldatenabschied“ , einem Gedicht „Soldatenabschied“ von Heinrich Lersch († 1936), der unter anderem für seine deutschen Arbeitergedichte bekannt war.

Heute as Kriegerdenkmal am Dammtordamm ehrt und erinnert an das Infanterieregiment „Hamburg“ Nr. 76 und dessen Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 76. Insgesamt waren rund 3.000 Soldaten aus Hamburg und Lübeck im Einsatz, von denen nur 647 vom Schlachtfeld zurückkehren konnten – eine sehr traurige Bilanz und leider schlimme Normalität.

Eindrücke vom Kriegsdenkmal

Kritik am Kriegerdenkmal am Dammtordamm

Schon seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges steht das Kriegerdenkmal am Dammtordamm in der Kritik, weswegen mehrmals Pläne gemacht wurden, es zu entfernen.

Immer wieder werden Stimmen laut, dass das Denkmal des Bildhauers Richard Kuöhl († 1961) kriegsverherrlichend sei – zumal es von Nationalsozialisten errichtet wurde. Bisher wurde allerdings keine Einigung gefunden.

Zu Beginn der 1980er-Jahre startete der Senat einen Umgestaltung-Wettbewerb aus, um die Denkmalsanlage um den Dammtorbahnhofs zu gestalten. Daraus entstanden ein vierteiliges Gegendenkmal. Allerdings konnten aus Kostengründen nur zwei realisiert werden, dafür im November 2015 allerdings ein Deserteursdenkmal verwirklicht.

Kriegerdenkmal am Dammtordamm: alle wichtigen Informationen

Adresse


Kriegerdenkmal am Dammtordamm
Dammtordamm
20354 Hamburg

Öffnungszeiten

  • 24/7/365

Anreise

  • Auto: Parken kannst du in der Nähe, allerdings sind die Parkplätze in der Regel kostenpflichtig und rar.
  • Öffis: Nimm die S21 oder S31 bis „Dammtor“. Von dort sind es keine 5 Gehminuten zum Denkmal in Richtung Planten un Blomen. Hier zur HVV-Fahrplanauskunft.

Bitte beachte

Bitte habe Verständnis, dass unsere Angaben ohne Gewähr sind. Aufgrund besonderer Umstände kann es zu Änderungen oder Umstrukturierungen kommen.