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Beim Millerntor-Stadion handelt es sich um ein Fußballstadion in der Hansestadt Hamburg. Es wurde im Jahr 1963 eröffnet und wurde in den Jahren 1970 bis 1998 als „Wilhelm-Koch-Stadion“ benannt.

Das Millerntor-Stadion befindet sich am Harald-Stender-Platz 1 in 20359 Hamburg. Eigentümer ist der FC St. Pauli und betrieben wird das Stadion derzeit von der Millerntorstadion Betriebs- GmbH und Co. KG.

Mehr als 29.500 Menschen finden in diesem Stadion Platz und vor allem bei den Heimspielen des FC St. Pauli sind die Ränge in der Regel ausgebucht.

Millerntor-Stadion gestern und heute

Noch bevor das heutige Stadion des Traditionsvereins FC St. Pauli entstand, hatten die Fans des Vereins bereits im Jahr 1946 ein provisorisches Stadion errichtet, und zwar in dem Bereich, in dem sich die Budapester Straße und die Glacischaussee kreuzen. Das Stadion blieb an dieser Stelle jedoch nicht lange bestehen. Das war dem Umstand zu verdanken, dass im Jahr 1963 die Internationale Gartenausstellung (IGA) an diesem Ort stattfinden sollte, sodass das Stadion entfernt werden musste.

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Zur selben Zeit begann man jedoch mit dem Bau des heutigen Millerntor-Stadions auf dem Heiligengeistfeld. Dieser Bau war allerdings mit zahlreichen Missgeschicken übersäht, sodass das Stadion erst im Jahr 1963 eröffnet werden konnte. Da die zum Entwässern notwendige Drainage vergessen wurde zu legen, stand das Stadion immer wieder unter Wasser und musste folglich erst trocken gelegt werden.

PETA hat dem Stadion im Jahr 2010 den sogenannten „PETA Progress Award“ verliehen. Das ist dem Umstand zu verdanken, dass das Stadion als besonders tierfreundlich gilt. So werden neben den klassischen Gerichten nämlich auch einige vegetarische und sogar vegane Speisen angeboten.

Sicherheitstechnische Gründe machten es in der Vergangenheit notwendig, dass das Stadion mehrfach verkleinert werden musste. Zahlreiche Zuschauerplätze wurden entfernt, um eine möglichst große Sicherheit bieten zu können. In den Jahren 2006 bis 2015 fand zudem ein umfangreicher Umbau statt. So wurden die Tribünen nach und nach abgerissen und neu gebaut. Der schrittweise Umbau brachte den Vorteil, dass das Stadion dennoch weiterhin genutzt werden konnte. Die Hamburgische Bürgschaft bezuschusste den Umbau mit 5,5 Millionen Euro.

Dieses Geld reichte jedoch nicht aus, um den gesamten Bau zu finanzieren. So musst der Umbau der Haupttribüne, der eigentlich für den Sommer 2008 geplant war, auf November 2009 verlegt werden.

Eine Besonderheit des Millerntor-Stadions ist sicherlich die im Zuge der Umbauten errichtete Kindertagesstätte, die sich direkt im Stadion befindet. Sie liegt zwischen der Süd- und der Haupttribüne. Platz bietet die Kita für rund 100 Kinder.

Der VIP-Bereich befindet sich ebenfalls an der Haupttribüne.

Im Zuge der Umbauarbeiten wurden die Zuschauerränge deutlich sicherer, sodass wieder mehr Plätze geschaffen werden konnten.

Der Name „Millerntor-Stadion“

Das Stadion liegt in der Nähe des ehemaligen Hamburger Stadttors „Millerntor“, sodass es seinen Namen aus diesem Grund erhielt.

Wilhelm Koch, der einstige Präsident, dessen Amtszeiten in den Jahren 1931 bis 1945 und 1947 bis 1969 lagen, starb während seiner letzten Amtszeit. Seine Kinder forderten vom Verein eine hohe Geldsumme zurück, die der Verein jedoch nicht zahlen wollte. Im Rahmen der Verhandlungen einigten sich die Kinder und der Verein auf die Rückzahlung einer Summe von 150.000 DM, was etwa die Hälfte der ursprünglichen Forderung war. Außerdem wurde im Jahr 1970 beschlossen, das Stadion in „Wilhelm-Koch-Stadion“ umzubenennen.

Im Jahr 1997 veränderte sich die Situation jedoch, denn bei der Jahreshauptversammlung wurden Koch verschiedene Sachen vorgeworfen, die dazu beitrugen, dass zunächst einige Untersuchungen durchgeführt werden sollten. So übernahm er gemeinsam mit einem Geschäftspartner beispielsweise das jüdische Handelsunternehmen Arensberg & Sekkel. Außerdem soll er Mitglied der NSDAP gewesen sein. Da dies ein schlechtes Licht auf den Verein geworfen hätte, wollten die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung erreichen, das Stadion wieder in „Millerntor-Stadion“ zu benennen.

Obwohl das Gutachten ergab, dass Koch keine politische Vergangenheit hatte und auch das jüdische Unternehmen nicht feindlich übernahm, wurde das Stadion wieder in „Millerntor-Stadion“ umbenannt.