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Das Schanzenviertel ist vor allem durch seinen Wasserturm bekannt. Noch bis zum Jahr 2008 gehörte das Schanzenviertel zu mehreren Bezirken in Hamburg, und zwar zu Eimsbüttel, Altona und Hamburg-Mitte.

Zum großen Teil liegt das Schanzenviertel, welches kein eigenständiger Stadtteil ist, im Stadtteil Sternschanze.

Das Schanzenviertel ist als alternativer Stadtteil bekannt, in dem die ersten großen Demonstrationen in Hamburg stattfanden.

Schanzenviertel gestern und heute

Das Schanzenviertel hat seinen Namen von der sogenannten Sternschanze erhalten, die zwischen den Jahren 1682 bis 1816 genutzt wurde, um die Stadt zu verteidigen. Es handelte sich dabei um die Stadtmauer Hamburgs.

Geprägt wurde das Schanzenviertel in den ersten Jahren vor allem durch eine alternative Kultur. Menschen verschiedener Kulturen ließen sich hier nieder, sodass ein wirklich bunter Stadtteil entstand, von dem noch heute viel erhalten ist. Um den vielen Menschen, die plötzlich hier leben wollten, gerecht zu werden, wurden nicht nur Altbauten saniert, sondern auch zahlreiche Neubauten errichtet.

Das Schanzenviertel ist zudem für seine vielen Bars und Restaurants bekannt. Auch zahlreiche kleine Geschäfte und Geschäfte des täglichen Bedarfs befinden sich heute in diesem Stadtteil. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden jedoch die ersten Abtragungsarbeiten der Stadtmauer durchgeführt. Dies war auch notwendig, um Platz für neue Wohn- und Geschäftshäuser zu erhalten.

Ein absolutes Highlight in der Geschichte des Schanzenviertels ist sicherlich, dass der Tierhändler Carl Hagenbeck hier seinen Tierpark errichtete, und zwar im Jahr 1874. Noch heute ist der Tierpark sehr gut besucht, befindet sich jedoch inzwischen im Stadtteil Stellingen. Er ist der einzige europäische Tierpark, der sich in Familienbesitz befindet.

Im Verlaufe des 19. und 20. Jahrhunderts siedelten sich immer mehr kleine und große Unternehmen im Schanzenviertel an, sodass neue Arbeitsplätze geschaffen werden konnten.

Aufgrund der Tatsache, dass das Schanzenviertel kaum begrünt ist und ein hohes Verkehrsaufkommen herrscht, ist es bei Familien wenig beliebt, sodass diese im Laufe der Jahre vermehrt wegzogen. Da das Schanzenviertel jedoch in unmittelbarer Nähe zur Uni liegt, zieht es vor allem Studenten an.

Regelmäßige Veranstaltungen im Schanzenviertel

Schon seit dem Jahr 1988 findet im Schanzenviertel einmal pro Jahr ein links-alternatives Straßenfest statt. Tausende Besucher – nicht nur aus Hamburg – reisen zu diesem Spektakel an. Vor allem der große Flohmarkt, der sich um das Schulterblatt herum anordnet, ist sehr beliebt.

Das bietet das Schanzenviertel

  • Verschiedene Kirchen in der Umgebung
  • Unterschiedliche Schulen in der Umgebung
  • Geschäfte des täglichen Bedarfs in direkter Nähe
  • Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen ansässig
  • Links-alternatives Straßenfestival einmal pro Jahr
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